RapsPro FAQ

Welche Vorteile kann ich durch den Einsatz von „RapsPro“ erwarten?
  • Eine Ertragssteigerung von bis zu 300 kg/ha
  • Einen verbesserten Vorfruchtwert
  • Eine Reduzierung des Schadinsektenbefalls im Herbst
  • Eine Reduzierung von Nährstoffauswaschungen
  • Eine schnellere Bodenbedeckung zum Schutz vor Erosion und Verdunstung
  • Eine Verbesserung der Bodengare und eine Förderung des Bodenlebens.
Kann „RapsPro“ den Raps in seinem Wachstum behindern?

Die in „RapsPro“ eingesetzten Arten und Sorten sind nach mehrjährigen, sehr umfangreichen Versuchen so ausgewählt,
dass sie den Raps unterstützen parallel mit dem Raps wachsen aber nicht überwachsen. Eine Behinderung des Rapses
in seinem Wachstum ist nicht zu befürchten. Vorausgesetzt "RapsPro" wird gleichmäßig ausgesät und die Saatmenge nicht über ca. 25 kg/ Hektar erhöht. Eine erhöhte Saatmenge kann auch nur bei sehr langer Herbstvegetation in seltenen Fällen problematisch werden. Sollte es dazu kommen, könnte mit einem Herbizid eingegriffen werden.

Kann ich „RapsPro“ mit dem Rapssaatgut mischen?

Ja, aber maximal für eine Fläche von 5 ha, da eine Entmischung des Saatgutes aufgrund unterschiedlicher
Korngrößen stattfindet.

Ich möchte „RapsPro“ in einem separaten Arbeitsgang ausbringen. Was soll ich zuerst säen?

Wir empfehlen zunächst „RapsPro“ auszusäen und danach den Raps. So ist eine optimale Aussaat für den Raps
gewährleistet. „RapsPro“ verzeiht eine unregelmäßige Saattiefe deutlich besser als der Raps.

Was passiert bei einem durch Trockenheit verzögertem Auflauf?

Sowohl der Raps als auch „RapsPro“ laufen verzögert auf. Eine Wasserkonkurrenz ist nicht zu befürchten, da die Abstände der Pflanzen in der Regel eine Wasserkonkurrenz ausschließen. Der Wasserbedarf von RapsPro ist im Spätsommer gering.

Wie wirkt sich „RapsPro“ auf den Rapsertrag aus?

RapsPro wirkt sich in jedem Fall durch die verschiedenen positiven Einflüsse stabilisierend auf den Rapsertrag aus.
In Frankreich wurden Mehrerträge von 300 kg /ha festgestellt. In England sogar 500 kg/ha.

Warum verhindert der Einsatz von „RapsPro“ die Auswaschung von Stickstoff?

In der Pflanzenmasse von „RapsPro“ wird nicht vom Raps aufgenommener Stickstoff gebunden und so an der Boden-
oberfläche und in der oberen Bodenschicht gespeichert. Nachdem „RapsPro“ im Winter abgestorben ist und die Pflanzenrotte eingesetzt hat, wird der gebundene Stickstoff zum optimalen Bedarfszeitpunkt des Rapses freigesetzt .
Die N-Verfügbarkeit ändert sich durch die Mineralisation der abgestorbenen Begleitpflanzen mit steigenden Temperaturen im Frühjahr und erreicht ihren Höhepunkt kurz vor der Vollblüte des Rapses, wenn der N-Bedarf am höchsten ist.

Kann ich durch den Einsatz von „RapsPro“ auf den Einsatz von Herbiziden verzichten?

„RapsPro“ macht den Einsatz von Herbiziden im konventionellen Anbau keinesfalls überflüssig.

Welche Herbizide kann ich nicht einsetzen?

Effigo und Lontrel sind nur im Frühjahr möglich, um evtl. nicht abgefrorene Pflanzen zu entfernen. Der Einsatz von
Vorauflauf-Herbiziden mit dem Wirkstoff Clomazone hat eine sehr stark schädigende Wirkung auf den Alexandrinerklee
von „RapsPro“ . Viele "Standard"-Rapsherbizide ohne den Wirkstoff Clomazone sind "RapsPro"-verträglich.
Es gelten immer die jeweiligen Zulassungen der Pflanzenschutzmittel. Hierzu geben die Pflanzenschutzämter und
Hersteller gerne Auskunft. Bitte beachten Sie immer den Beipackzettel der angewandten Herbizide.

Worauf ist die abschreckende Wirkung von „RapsPro“ auf Schadinsekten zurückzuführen?

Hier gibt es mehrere Erklärungen für die Irritation der Schadinsekten:

Optischer Effekt: Die Fläche sieht anders aus
Barriereeffekt: Zwischen den Rapspflanzen stehen fremde Pflanze ( gilt auch für Schnecken)
Geruchseffekt: Die Fläche riecht anders

Eine abschreckende Wirkung des in „RapsPro“ eingesetzten Alexandrinerklees ist aus dem Ökolandbau bekannt.

Was tue ich, wenn „RapsPro“ in einem milden Winter nicht abfriert?

Evtl. nicht abgefrorene „RapsPro“-Pflanzen kann ich im Frühjahr z.B. mit Lontrel entfernen. Diese Maßnahme lässt sich
in der Regel mit einem Wachstumsreglereinsatz kombinieren, so dass kein zusätzlicher Arbeitsgang erforderlich wird.
Bitte beachten Sie die Angaben des PSM-Herstellers.

Nimmt „RapsPro“ in einem trockenen Herbst dem Raps Wasser weg?

Eine Wasserkonkurrenz ist nicht zu befürchten, da die Abstände der Pflanzen in der Regel eine Wasserkonkurrenz
ausschließen. Zusätzlich wird durch die bessere Bodenbedeckung die Wasserverdunstung reduziert.
Der Wasserbedarf von "RapsPro" ist im Spätsommer gering. Zum Zeitpunkt der Keimung ist eine Konkurrenz nahezu
auszuschließen.

Welche Saattiefe muss ich beachten?

„RapsPro“ sollte in einer Saattiefe von 0,5 cm bis 4 cm möglichst flach abgelegt werden, um optimale Auflaufbedingungen zu gewährleisten. Gegenüber dem Raps verzeiht "RapsPro" aber auch unregelmäßigere Ablagetiefen.

Hat „RapsPro“ Auswirkungen auf die Rapsqualitäten?

Es wurden bisher keine Auswirkungen auf den Ölgehalt und die Zusammensetzungen der Inhaltsstoffe festgestellt.

Warum verhindert „RapsPro“ die Verdunstung von Wasser?

Durch die bessere Bodenbedeckung und Beschattung wird die direkte Sonneneinstrahlung und somit Wasserverdunstung reduziert.

Wie unterdrückt „RapsPro“ Unkräuter?

Ein RapsBestand mit „RapsPro“ bedeckt den Boden schneller und reduziert damit den Lebensraum für Unkräuter.
Indirekt wird durch die Unterstützung des Rapswachstums die Konkurrenzkraft des Rapses gegen Unkräuter gestärkt.

Was ist die optimale Aussaatstärke für „RapsPro“?

Wir empfehlen 18 bis max. 22 kg abhängig von der Aussaattechnik. Je genauer und optimaler die Ablagetiefe, desto
geringer die Aussaatmenge. Eine Aussaatmenge von unter 18 kg bringt jedoch nicht mehr die gewünschten Effekte.
Saatstärken von über 25 kg (Achtung bei Überlappungen) können bei sehr langer Vegetationszeit im Herbst zur
Konkurrenz zum Raps führen.

Muss ich „RapsPro“ mit Rhizobien impfen?

Eine Impfung mit Rhizobien ist nach unseren Erfahrungen in der Regel nicht notwendig.

Wo kann ich „RapsPro“ beziehen?

Sie können „RapsPro“ bei Ihrem örtlichen Landhändler beziehen. Bei Fragen rufen Sie uns bitte an.