Frühjahrsbegrünung

Aus ackerbaulichen Gründen kann eine Frühjahrsbegrünung sinnvoll sein:

  • Bekämpfung von Ausfallgetreide und Unkräutern in Saatgutvermehrungsbetrieben
  • Bei späten Ernten behindern große Strohmengen eine gezielte Begrünung
  • Erntereste und Stroh bieten Erosoinsschutz und unterdrücken das Unkraut
  • Die Frühjahrsbegrünung ist bei trockener Witterung - insbesondere auf leichten Böden - mit einem höherem Risiko behaftet

Standardempfehlung: Phacelia und Perserklee (auch andere Kleesorten)

  • Beimischung von Perserklee ist vorteilhaft für schnelle Bodenbedeckung
  • Wegen der Spätfrostempfindlichkeit des Perserklees sollte die Aussaat nicht zu früh erfolgen
  • Phacelia ist ein Dunkelkeimer (Saatgut muss zum Keimen gut mit Erde bedeckt sein)
  • Phacelia kann das rattle-Virus fördern (Vorsicht bei Kartoffelfruchtfolgen)

Serradella und blaue Bitterlupine

  • Ist im Sonderfall für leichte Böden geeignet
  • Aufgrund der zu erwartenden N-Mineralisierung sollten möglichst Fruchtarten nachgebaut werden, die bereits im Herbst einen N-Bedarf aufweisen.
 

Mischungen und Arten für Frühjahrsaussaaten - allgemein

Produkt Beschreibung Aussaat-
menge/ha
Saattiefe

40% Phacelia
60% Perserklee
gute Bodendeckung nötig,
für alle Standorte
5 -10 kg 0,5 cm
Phacelia Dunkelkeimer, nicht für
nährstoffarme Böden
8 - 12 kg 0,5 cm
Ölrettich DIABOLO nematodenresistente Sorte
in Rübenfruchtfolgen
18 - 20 kg 1 cm
Senf OSCAR nematodenresistente Sorte
in Rübenfruchtfolgen
15 - 20 kg 0,5 - 1 cm
Serradella hohe N-Nachlieferungen bei
Umbruch für leichte Sandböden
25 - 30 kg 0,5 cm
Blaue Bitterlupine
RUBESTA
hohe N-Nachlieferungen bei
Umbruch für leichte Sandböden
120 kg 3 - 5 cm
Standard A 2
33% Einj. WG
67% Welsch. WG
zur Futternutzung nach 15. Juli
Aussaat: Ende April/Anfang Mai
35 - 45 kg 1 cm